Tag 28: Wie werde ich nachhaltig glücklich?

In uns allen kommt ab und an die Frage nach dem Glücklichsein auf. Ich denke alle Menschen auf der Erde wollen ein glückliches und erfülltes Leben führen. Doch warum gelingt es so selten?

Manche streben nach Reichtümern und denken sie machen glücklich. Andere suchen nach einer erfüllenden Liebesbeziehung. Wieder andere wollen den Mensch und Tieren helfen oder durch politischen Aktivismus die Zustände auf der Welt verbessern. Doch werden diese Menschen dadurch glücklich, dass sie diese Dinge anstreben? Hängt ihr Glück vom Erreichen dieser Ziele ab? Oder ist es nicht eher so, dass man diese Ziele nie erreichen kann, weil es immer noch größerer Reichtümer, eine noch erfüllendere Liebesbeziehung, noch mehr Tiere zu retten, oder noch mehr Missstände zu korrigieren gäbe?

Was ist Glück überhaupt?

Ich merke das Glück ein innere Zustand ist, der sich durch extreme Ruhe und Zufriedenheit auszeichnet. Wenn nichts zu tun ist, wenn ich mit dem was ist, so zufrieden bin, dass es nicht zu tun gibt um die Situation noch besser zu machen, dann bin ich glücklich. Und das kann passieren, wenn ich allein in der Sonne sitze, wenn ich in den Sternehimmel hinaufblicke, die Katze auf meinem Schoß streichele, ein nettes Gespräche mit einem Freund führe, ein gutes Buch lese, im Garten arbeite, …. Es hängt gar nicht wirklich davon ab, was ich gerade tue. Es hängt nur von meinem inneren Zustand, meiner Energie, ab. Das Glück liegt im SEIN, nicht im Tun.

Und in sofern haben auch viele Gurus recht. Es gibt nichts zu erreichen und nichts zu tun. Es genügt vollauf, wenn wir uns auf einer energetisch gesunden Ebene befinden. Dann fügt sich alles von selbst.

Die Kunst besteht darin, auf dieser gesunden Ebene zu verweilen, ganz egal wie die äußeren Umstände erscheinen mögen. Natürlich können uns viele Dinge, die hier auf Erden passieren, zu tränen rühren. Die Grausamkeiten hier, das Leiden, die Unvernunft, die Separation, das alles betrübt uns, lässt uns manchmal regelrecht verzweifeln. Doch dies sind alles Erscheinungen, die aus ganz niedriger Energie heraus manifestiert haben, woran auch wir nicht unbeteiligt waren. Sie entstanden aus unserer Abkopplung vom Leben selbst. So ging unsere Seele verloren und das Ego nahm ihren Platz in unserem Leben ein.

Aus dieser Energie des abgekoppelten separaten Selbst (des Ego) müssen wir heraus finden. Das geht nicht über den Intellekt. Der Intellekt kann uns aber ein Stück weit zur Lösung führen. Denn wenn wir dem Intellekt folgen, erkennen wir vielleicht irgendwann, dass er uns auf einen Irrweg geführt hat, tiefer hinein in die Separation, uns uns so niemals zu Erfüllung und zum Glücklichsein bringen kann. Dann lockern wir vielleicht langsam seinen Griff auf unser Leben. Und so kann die Seele nach und nach wieder etwas mehr Fuß fassen. Aber wir müssen offen sein. Wir dürfen keine Antworten akzeptieren. Wir müssen alles erlauben, denn unser Intellekt kann nicht unterscheiden, was wichtig und was unwichtig ist.

Wichtig ist allein die energetische Seins-Ebene auf der wir uns befinden. Wenn wir in uns selber ruhen, ohne Störung durch Gedanken oder Gefühle, ohne den Drang woanders sein zu wollen, weder räumlich noch zeitlich noch energetisch, dann fehlt uns nichts. Wir sind dort wo wir sein wollen und sein müssen und von wo aus wir die „richtigen“ Aktivitäten entfalten.

Und wir spüren das auch. Oft werden wir „aus unserer Mitte“ geworfen durch äußere Umstände. Aber das geschieht nur, weil wir es erlauben. Wir DENKEN, wir müssten re-agieren auf das, was gerade geschieht und was droht, uns aus unserer Mitte zu werfen. Und genau dieser Gedanke bewirkt, das wir aus unserer Mitte gerissen werden. Wir verlieren unser Mitte durch die Re-Aktion. Wir driften energetisch ab, lassen uns in Dramen hinein ziehen, werden Teil des Problems. Das ist eine böse Falle und kann eine Abwärtsspirale auslösen, die uns geradewegs in „die Hölle auf Erden“ führt, wenn wir sie nicht stoppen können.

Wie können wir sie stoppen?

Das ist sehr schwierig, wenn die Abwärtsspirale erst einmal begonnen hat. Je tiefer wir energetisch sinken, weil wir uns immer weiter in das Problem hineinziehen lassen, es nun als unser Problem, als wichtig, erkennen, um so schwieriger wird es, sich wieder davon zu trennen. Diese Trennung ist erst dann wieder möglich, wenn wir erkennen, dass die Probleme immer größer werden als kleiner, wir auf unserem Weg zu keiner Lösung kommen, und aufgeben und die Lösung in Gottes Hände legen. Wir müssen loslassen von der uns hinunter ziehenden Energie und wieder in unsere Ruhe und unsere eigene Energie zurück kehren. Nur von hier aus ist eine Lösung auffindbar. Und oft erkennen wir sogar, dass das Problem gar nicht wirklich existierte. Es war eine reine Illusion, in die wir uns hinein haben ziehen lassen. Völlig unnötigerweise.

Man mag jetzt einwenden, dass es auf der Erde eine Vielzahl wirklich essentieller Probleme zu lösen gibt (Umweltzerstörung, Armut, Gewalt, …), von denen wir uns nicht einfach abwenden können. Ich rede auch nicht von abwenden. Ich rede sogar von zuwenden. Aber dies muss aus einer höheren Warte, aus einer ruhigen und energetisch hohen Position heraus erfolgen. Aus einem unbeteiligten Standpunkt der simplen Wahrnehmung heraus. Nur aus einem solchen Zustand können wirksame Lösungen entstehen. Ganz spontan. Ohne den Intellekt einzuschalten. Lösungen die aus dem Herzen kommen.

Wir können diese Lösungen daran erkennen, dass sie nicht re-aktiv sind, also nicht direkt auf das Problem antworten. Die Lösung beginnt mit einer einfachen Erkenntnis und Anerkennung des Problems. Das Problem ist da, so what? Let it be! Es ist da, um uns etwas zu zeigen. Etwas über uns, was tief unter unsere Oberfläche verborgen liegt. Tief in unserem Unterbewusstsein.

Indem wir das Problem annehmen können, ohne darauf reagieren zu „müssen“, erlauben wir uns eine Lösung jenseits des re-aktiven Intellekts zuzulassen. Eine Lösung die aus dem Herzen kommt und das-Beste-für-alle berücksichtigt. Eine solche Lösung kann der Intellekt, welcher immer im Selbst-Interesse handelt, nicht finden. Nur das Herz kann sie finden. Und dazu ist es nötig, die Re-Aktivität beiseite zu legen, Ruhe zu bewahren, und die Antwort zuzulassen, die aus unserem Herzen aufsteigt.

  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, auf äußere Umstände zu re-agieren, anstatt es mir zu erlauben in meiner Energie zu verweilen, ganz egal was die äußeren Umstände auch sein mögen.
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, mich auf fremde Energien einzuschwenken und nicht zu erkennen, wie mich das selber negativ beeinflussen kann.
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, allein meine Verstand zur Lösung von Problemen heran zu ziehen, obwohl ich erkenne, dass mir das bisher in keinster Weise geholfen hat, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
  • Ich (an)erkenne, dass ich es nicht akzeptiert und erlaubt habe, meinen Gefühlen und meiner aus dem SEIN kommenden Spontaneität mehr Raum in meinem Leben zu geben.
  • Ich verpflichte mich, stärker auf meinen inneren SEINS-Zustand zu achten und darauf acht zu geben, und es nicht zu erlauben, durch äußere Umstände “aus meiner Mitte” gerissen zu werden.
  • Ich verpflichte mich, wann immer ich Probleme erkenne, die ich mit dem Verstand zu lösen zu versuche, eine Auszeit zu nehmen, in mich zu gehen, nicht intellektuell das Problem zu bearbeiten, und zu beobachten, wleche Lösungen sich intuitiv zeigen.

Ein Kommentar:

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